Steht bei dir im Garten noch ein alter Baumstumpf im Weg? Wenn du dich sicher fühlst, musst du nicht unbedingt einen Profi beauftragen. Mit dem richtigen Werkzeug und ein bisschen Know-how kannst du unansehnliche Baumstümpfe auch selbst entfernen.
Folge einfach unserer kurzen Anleitung und leg los.
Was ist eigentlich Stumpffräsen?
Beim Stumpffräsen wird ein Baumstumpf komplett entfernt – mitsamt den Wurzeln – damit er nicht wieder austreibt. Dafür nutzt man eine spezielle Maschine, den sogenannten Baumstumpffräser, der den Stumpf Stück für Stück abschält, zerkleinert und aus dem Boden holt.

Gründe für das Entfernen von Baumstümpfen
Es gibt viele Gründe, warum man einen Baumstumpf aus dem Garten, vom Grundstück oder von öffentlich zugänglichen Flächen wie Wäldern und Parks entfernen sollte.
1. Stümpfe verschandeln das Landschaftsbild
Der Hauptgrund: Sie sehen einfach nicht schön aus. Du pflegst deinen Garten oder Hof mit viel Aufwand, und dann steht da ein alter Stumpf, der aus dem Boden ragt und das Gesamtbild stört. Entfernst du ihn, wirkt die Fläche wieder ordentlich – und der Wert deines Grundstücks bleibt erhalten.
2. Baumstümpfe nehmen Platz weg
Ein großer Stumpf, der aus dem Boden ragt, kann ziemlich viel Platz im Garten blockieren. Wenn man ihn ein paar Zentimeter unter Bodenniveau abschleift, lässt sich die Fläche wieder sinnvoll nutzen – zum Beispiel für ein Gartenhaus, ein Spielgerät oder sogar einen Pavillon.
3. Stolpergefahr
Ein Baumstumpf, der über den Boden hinausragt, kann leicht im hohen Gras verschwinden. Das macht ihn zu einer echten Stolperfalle – sowohl für Kinder, die sich dabei ernsthaft verletzen können, als auch für Erwachsene.
4. Kann zum Neuaustrieb führen
Wenn ein Teil des Baumstamms im Boden bleibt, kann der Baum wieder austreiben. Aus dem unteren Bereich können neue Triebe wachsen, die sich mit der Zeit zu eigenen Bäumen entwickeln. Diese Triebe regelmäßig zu entfernen, kostet Zeit und kann auf Dauer auch ins Geld gehen.
5. Schädlingsbefall
Lässt man Stümpfe einfach stehen, lockt das Pilze und Schädlinge an. Das übrig gebliebene Holz kann anfangen zu verrotten – ein perfekter Nährboden für Pilze. Die Infektion kann sich auf benachbarte Pflanzen, Bäume oder sogar Gebäude ausbreiten.
6. Beschädigt den Rasenmäher
Ein Stumpf kann deinem Rasenmäher richtig zusetzen. Fährt man beim Mähen aus Versehen dagegen, kann das Gerät beschädigt werden. Entfernt man den Stumpf, spart man sich unter Umständen teure Reparaturen.

Vorbereitung
Eine gute Vorbereitung ist das A und O für ein reibungsloses und sicheres Stumpffräsen.
Sicherheit geht vor
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Trage immer Schutzkleidung – dazu gehören Schutzbrille, Handschuhe und Gehörschutz.
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Halte Kinder und Haustiere vom Arbeitsbereich fern.
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Lies vorher die Bedienungsanleitung gründlich durch.
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Halte immer einen Erste-Hilfe-Kasten bereit.
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Prüfe vor Beginn, ob unterirdische Leitungen wie Stromkabel oder Wasserrohre verlaufen.
Den Stumpf einschätzen
So prüfst du den Stumpf, bevor du die Maschine startest:
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Miss die Höhe und den Durchmesser des Stumpfes.
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Achte auf Hindernisse wie dicke Wurzeln oder Steine, die die Maschine blockieren könnten und vorher entfernt werden müssen.
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Beachte den Standort des Stumpfes – zum Beispiel nahe Büsche, tiefhängende Äste oder Gebäude.
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Sorge dafür, dass der Bereich um den Stumpf frei von losem Material und Schmutz ist.
Was du brauchst
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Zuverlässiger Baumstumpffräser – Wir empfehlen den leistungsstarken SG15 Stumpffräser, perfekt für Profis und Heimwerker.
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Handsäge – Damit kannst du den Stumpf so nah wie möglich am Boden absägen, bevor du startest.
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Axt – Hilft, besonders dickes Holz zu spalten, das die Maschine eventuell nicht direkt schafft.
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Schaufel – Zum Lockern der Erde und Freilegen von Wurzeln.
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Kuhfußhacke (Pickel/Mottek) – Ideal bei stark verdichteter Erde oder hartnäckigen Wurzeln.
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Kettensäge – Damit lässt sich die Höhe des Stumpfs schnell reduzieren, bevor es ans Fräsen geht. Verwende zuverlässige Ketten von einem vertrauenswürdigen Anbieter wie Rotatech.
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PSA (Persönliche Schutzausrüstung) – Trage immer Schutzbrille, Handschuhe und Gehörschutz.

Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Bereich freiräumen
Bereite zuerst den Arbeitsbereich vor. Prüfe Stumpf und Umgebung genau, räume Schutt und Hindernisse weg und halte Kinder und Haustiere vom Arbeitsbereich fern.
Schritt 2: Die richtige Technik wählen
Entscheide dich je nach Größe des Stumpfes und deiner Erfahrung für die passende Methode. Kleine Stümpfe kannst du mit Handwerkzeugen ausgraben und abhacken. Bei größeren Stümpfen empfiehlt sich ein Stumpffräser. Lies dir die Bedienungs- und Sicherheitshinweise genau durch. Fräse den Stumpf 10–15 cm unter Bodenniveau ab – so lässt er sich als Mulch nutzen und ein Neuaustrieb wird verhindert.
Schritt 3: Aufräumen nach dem Fräsen
Nach dem Fräsen ist Aufräumen Pflicht. Fülle das Loch mit einer Mischung aus Holzspänen und Erde, um Wasseransammlungen zu vermeiden und eine glatte Fläche für die weitere Gartengestaltung zu schaffen.
Fazit
Baumstumpffräsen muss nicht kompliziert sein – mit dem richtigen Werkzeug und der passenden Technik kannst du es selbst machen und so verhindern, dass der Stumpf zur Stolperfalle wird oder neu austreibt.
Für weitere Tipps rund ums Stumpffräsen, zur Gartengestaltung, zu Kettensägen und vielem mehr, schau in unseren Blog – geschrieben von echten Baum-Profis.
